Wanderreise Portugal - "Via Algarviana" - Algarve per pedes

16-tägige Trekkingtour und Begegnungsreise

Seit der Einweihung des "Via Algarviana" vor wenigen Jahren ist die Algarve für Wanderer und Trekkingfreunde kein Geheimtipp mehr, sondern vielmehr ein Muss!

Die einstige Pilgerstrecke führt von Alcoutim an der spanischen Grenze bis zum südwestlichsten Zipfel des europäischen Festlands, dem Kap von Sao Vicente. Erst wenn Sie das Hinterland der südlichsten Region Portugals per Pedes erkundet haben, kennen Sie die Algarve wirklich!

Algarve fernab vom Tourismus. Ausgesuchte, persönliche Quartiere und Begegnungen sowie typisches und gutes Essen. Sie speisen nicht nur in Landgasthöfen oder privat, sondern auch in ausgewählten Restaurants. Insgesamt 323 km, aufgeteilt auf 14 Tage, in Etappen von 13 bis 36 km. Gutes eingelaufenes Schuhwerk ist "überlebenswichtig“.

Neu - es besteht auch die Möglichkeit, nur die halbe Via Algarviana mitzuwandern (1. - 8. Tag oder 9. - 16. Tag) !

Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen

Wanderreise Portugal

Via Algarviana - Algarve per pedes

Zu Fuß unterwegs durch südliche Landschaft und Lebensart. Wir treffen auf Menschen, die wir sonst nie kennenlernen würden: auf echte Algarvios. Unser Weg kreuzt sich mit Flamingos, Chamäleons, Ottern, Mungos, Füchsen, Wildschweinen… und nicht mit dem an der Algarve sonst üblichen Mainstream-Tourismus. Am dritten Tag waten wir durch Ozeane blühender Zistrosen, finden Schatten unter jahrhundertealten Korkeichen und beobachten die majestätisch kreisenden Adler der Ost-Algarve. Der Duft von Rosmarin, von blühenden Orangen und wilden Orchideen begleitet uns. Wir reduzieren unsere Geschwindigkeit und entdecken unsere ureigene Langsamkeit ... Am neunten Tag wandern wir hinauf ins Gebirge. Wir besuchen Schnapsbrenner oder eine hundertjährige Olivenölmühle: eine Reise durch Zeit und Traditionen. Irgendwann haben wir Portugal durchwandert. Die Brandung des Atlantiks schlägt an die Felsen, lange Sandstrände tun sich auf. Wir sind am Südwestkap angekommen. Kaum zu glauben, was zwei Beine bewegen können.

Reiseverlauf

1. Tag: Individuelle Anreise

Individuelle Anreise nach Faro. Bei Ankunft bis 14 Uhr gemeinschaftlicher Transfer mit Bus und Bahn zum Ausgangspunkt der Reise. Sie erhaschen dabei erste Eindrücke vom Hinterland der Algarve. Ankunft in Alcoutim gegen 19 Uhr. Hotel „Check-In“ und Abendessen mit Begrüßung am Guadiana, dem Grenzfluss zu Spanien und Ausgangspunkt der 14-tägigen Wanderung. Info zu Land & Leuten, Fauna & Flora, Essen & Trinken… (-/-/A)

2.Tag: Rosmarin, Thymian und Minze

Mit den Sinnen wandern, den Düften folgend, beginnt um 9 Uhr die Wanderung am Flusslauf des Guadiana bis hinauf nach Pereiras. Kurze Pause im Café „Tempero“, dann Fortsetzung zu den Felsen-Menhiren aus vorchristlicher Zeit. Gegen Mittag erreichen wir das nördlichste Dorf der Algarve, Afonso Vicente. Danach geht es für mehrere Stunden hinunter in die wilde Landschaft des Flüsschens Cadavais. Ein perfekter Platz zum Picknicken und um ein Bad zu nehmen. Wir erreichen Corte Tabelião, ein Dorf mit fünf Einwohnern. Von dort bis zum Tagesziel Balurcos de Baixo sind es noch gut zwei Stunden. Zum Abendessen landestypischer Ziegenbraten bei Dona Maria. (F/-/A).

Gehzeit: Alcoutim – Balurcos de Baixo, 24,5 km; ca. 8 Std., 170 Hm

3. Tag: Korkeichen, Johannisbrotbäume, Schirmpinien

Nach einer guten Mütze Schlaf und einem noch besseren Frühstück Aufbruch und Eintauchen in die Wälder der Algarve. Der Höhepunkt des Tages erreicht uns in Palmeira am Fluss Foupana: kristallklares Wasser, über das wir wie Jesus wandeln, da es keine Brücke gibt. Hier machen wir eine längere Pause und jeder kann nach Herzenslust schwimmen. Am Nachmittag erreichen wir das Dorf Furnazinhas. Zeit zum Entdecken der Langsamkeit: der Hirte José Mestre melkt seine 50 Ziegen. Ausruhen im Schatten. Am Abend kocht Dona Olivia uns einen Eintopf.

Gehzeit: Balurcos de Baixo–Furnazinhas, 13,5 km, ca. 3,5 Std., 210 Hm

4. Tag: Zistrosen

Ein Meer von Hügeln, die Frühlingszistrosen säumen viele Kilometer unseren Weg. Kaum Bäume, wenig Schatten: Bienenvölker, die den Honig sammeln. Schlangenadler, die ihre Kreise ziehen. Steinige Wege, über die schon im Mittelalter die Gläubigen zu den Gebeinen des heiligen Vinzenz pilgerten. Kaum eine Menschenseele wohnt mehr in dieser Einöde, die zu den am wenigsten besiedelten Gebieten Portugals zählt. Wir wandern zwischen zwei Hügelketten westwärts, zwischen den Flüssen Odeleite und Foupana und erreichen abends das Dorf Vaqueiros. Abendessen, dann Weitermarsch zum Gästehaus der Maurischen Minen, nach Ferreiras. Viel Geschichte und viele Geschichten, die dieser Tag erzählen wird.
Gehzeit: Furnazinhas – Vaqueiros, 23,1 km, ca. 6 Std., 191 Hm

5. Tag: Tag der Wahrheit

Früh verlassen wir Ferreiras, frühstücken in Vaqueiros und steigen hinauf in die Serra de Caldeirão bis wir mittags in der Gemeinde Cachopo eintreffen. Dort speisen wir zu Mittag und machen uns dann auf zur zweiten Etappe des Tages in die Wälder um Alcaría Alta, wo uns jahrhundertealte Korkeichen und Schirmpinien erwarten. Und wieder lockt ein Gebirgsbach zum Schwimmen, die Muskeln zu entspannen. Abends nächtigen wir in der für Wanderer umgebauten Grundschule von Feiteiras, in der uns Dona Otilia am nächsten Morgen ein Bauernfrühstück mit frischem Ziegenkäse serviert.

Gehzeit: Vaqueiros – Cachopo – Feiteiras, 33km, ca. 7,5 Std., 501 Hm

6. Tag: Ave Maria!

Es geht zuerst bergab in das Dorf Castelão mit kleiner Kapelle, dann passieren wir das Bett des Gebirgsbaches Odeleite und auf der anderen Seite wandern wir wieder hinauf bis nach Parises. Viel Schatten in einer wundervoll abwechslungsreichen Landschaft, Picknick in der Dorfkneipe. Und wieder geht es bergab zu den Quellbächen des Odeleite. Der eine oder andere Schäfer ist hier zuhause. Wir bekommen das wilde Tiere zu Gesicht, wenn wir uns still verhalten: Wildschweine, Füchse, Otter, Adler. Am Abend erreichen wir nach fünf Tagen erste Anzeichen von Zivilisation. Das erste Drittel der Wanderung bis ans Südwestkap haben wir geschafft. Wer Barranco Velho erreicht, wird auch das Ziel erreichen. Es wird noch höher und steiler gehen. Kräfte sammeln und gut einteilen sind die Gesetze der Wanderung.

Gehzeit: Feiteiras – Barranco Velho, 21,5km, ca. 5,5 Std., 522 Hm

7. Tag: Don Quichote?

Aufbruch bei Tia Bia (Tante Bia). Noch einmal führt uns der Weg kurz hinauf zu einer jener Windmühlen, die so typisch sind für die iberische Halbinsel. Danach entspanntes Wandern, meist bergab. Die Sicht auf die Westalgarve nimmt Konturen an. Das Meer im Süden, die Gebirgskette der Monchique im Westen lassen uns ahnen, was auf uns zukommt. Aber für heute sind es nur noch ein paar Kilometer über dunkelroten, sandsteingefärbten Boden – und wieder steht uns ein Bach, der Ribeira Seco, zur Abkühlung zur Verfügung. Die mittlere Algarve erwartet uns: meist ländlich, aber entwickelt und viel mehr Menschen, die uns über den Weg laufen und Straßen, die unseren Pfad kreuzen.

Gehzeit: Barranco Velho – Salir, 16,4km, ca. 3,5 Std., 296 Hm

8. Tag: Ureinwohner und Pool

Das Frühstück im Casa da Mãe, wo wir die Nacht verbracht haben, gehört zu den Besten auf der ganzen Strecke. Wir begegnen entspannt alten und jungen „Ureinwohnern“, die ihr Einkommen ohne Tourismus verdienen. Landwirtschaft mit Citrus-Plantagen, Weinwirtschaft, Ackerbau auch mit Weizen und Kartoffeln, wir treffen auf Imker, passieren jahrhundertealte Olivenbäume. Das aus den Oliven gewonnene, kaltgepresste native Öl ist für seine Qualität über die Grenzen hinaus bekannt. Am Nachmittag erreichen wir das Dorf Alte. Halbzeit - 162,5 km sind ges chafft!

Wir besuchen eine Werkstatt, in der von Hand Olivenseifen hergestellt werden. Am Pool des Hotel Alte ruhen wir uns aus.

Gehzeit: Salir – Alte, 18km, ca. 4,5 Std., 212 Hm

9. Tag: Früher Aufbruch – der längste Tag

Für den kurzen Augenblick von zwei Stunden betreten wir eine Algarve, die uns auf den ersten Blick unangenehm erscheint: Motorenlärm von der Autobahn Lissabon – Albufeira, schnelle Autos auf der Nationalstraße IC1, die wir beide schnell unterqueren werden. Messines durchschreiten wir schnellen Schrittes, passieren den Bahnübergang und tauchen ab in die Naturlandschaft der Arade- und Funcho-Stauseen. Um sie herum führt der Wanderweg und abends erreichen wir Norinha, einen Flecken vor Silves. Dort übernachten wir mit Blick auf die Burg von Silves und die Monchique Berge.

Gehzeit: Alte – S.B. Messines – Norinha, 35,9km, ca. 8 Std., 221 Hm

10. Tag: Kuren und Kneipen

Die Berge von Monchique liegen vor uns wie ein offenes Buch: jetzt beginnt die Königsroute der Via Algarviana. Es ist der erste von zwei harten Tagen: der Aufstieg beginnt. Dieser Tag führt uns stetig auf und ab, bis wir den Rio Odelouca erreicht haben, von da an geht es nur noch bergauf. Wir passieren wilde Schluchten und Wasserfälle, den ersten Gipfel, Picota genannt, immer in Sicht, bis wir am späten Nachmittag das Heilquellbad Caldas de Monchique erreichen. Das traditionelle Hähnchen-Abendessen Piri-Piri bei Dona Idalina entschädigt uns für die Mühen des Tages und gibt uns Kraft für die nächsten Tage. Unsere Nacht verbringen wir unter Ulmen, im Health & Spa von Caldas.

Gehzeit: Norinha – Silves – Caldas de Monchique, 29,6km, ca. 7,5Std., 301 Hm

11. Tag: Wanderfreier Tag, Kulturprogramm und Baumpflanzung

Auf kleinem Pfad, vorbei an der Quinta da Francesa, führt unser Weg hinauf in das kleine, von exiltibetanischen Mönchen verwaltete Wiederaufforstungsgebiet, wo wir eine kleine Korkeiche pflanzen .

12. Tag: Mönche und Medronho auf dem Weg nach Marmelete

Eine weitere Stunde vergeht und wir sehen die Algarve zu unseren Füßen, der 776 m hohe Picota ist erreicht. Von dort geht’s durch einen Korkeichenwald hinunter ins Dorf Monchique, wo wir eine Mittagsrast einlegen. Natürlich probieren wir auch ein Schnapsglas vom schwarzgebrannten Medronho. Über den halbverfallenen Konvent steigen wir wieder auf zum 902 m hohen Foía-Gipfel. Wir passieren die vielen unter Naturschutz stehenden Trinkwasserquellen und eine seltene Rhododendrenart. Entlang der Windgeneratoren gelangen wir nach Marmelete. Erstmals sehen wir das Südwestkap vor uns.

Gehzeit: Caldas de Monchique – Picota – Foia – Marmelete, 26,5km, ca. 8,5 Std., 851 Hm

13. Tag: Speisen im Solar de Pincho

Immer bergab, den ganzen Tag, Täler und Schluchten, dann Hügellandschaft, später erreichen wir die Tiefebene, die uns bis ans Kap begleiten wird: Eukalyptus und Weinstöcke. Mittags speisen wir im berühmten Restaurant „Solar de Pincho“ den eingelegten Wildschweinbraten. Von Bensafrim (bei Lagos) bis zu unserer Herberge bei B.S. João ist es nur noch ein Katzensprung. Eine kleine Weinprobe steht noch auf dem Programm.

Gehzeit: Marmelete – B.S. João, 35km, ca. 9 Std., 133 Hm

14. Tag: Heißer Tag

Hinauf in den Staatsforst (Mato Nacional) und durch das grüne Vinha Velha Tal geht es stundenlang südwestwärts. Die Sonne brennt, kaum Schatten, immer geradeaus führt der alte Pilgerweg. Nur langsam kommen die modernen Windgeneratoren näher und der Wanderer lässt die Zeit und das Geschehen der Wanderung vor seiner inneren Leinwand passieren. Es ist nicht mehr weit bis zum Ziel, dem Ende der alten Welt. Doch ist nicht der Weg unser eigentliches Ziel? Franz Kafka hätte seine eigene Interpretation dafür: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Im „Eira do Mel“, dem Slow Food Restaurant der Algarve, erleben wir ein letztes Mal den Duft und Geschmack mit allen unseren Sinnen. Frischer Fisch steht auf dem Speisezettel.

Gehzeit: B.S. João – Vila do Bispo, 24,4km, ca. 6 Std., 177 Hm

15. Tag: Die letzte Bratwurst vor Amerika

Es gibt Menschen, die sehnen sich auch in der entferntesten Fremde nach etwas Vertrautem, nach etwas Heimischen. Dem Deutschen auf Reisen scheint das die Bratwurst zu sein. Wir erreichen das Südwestkap Europas, nehmen ein Bad im Atlantik und … essen eine echte deutsche Bratwurst auf dem Platz, an dem Heinrich der Seefahrer (1394 – 1460) seine Kadetten ausbildete, die Welt zu entdecken. Kaum zu glauben, dass nach dem Nürnberger Martin Behaim (1459 – 1507) einmal ein anderer Deutscher ans Kap käme, deutsche Innovation feilzubieten. Die „Via Algarviana“ endet an einer Pommesbude. Sie trägt den Namen „Letzte Bratwurst vor Amerika.“ Danach geht es ins Hotel in Sagres und an einen der schönsten Strände der Algarve.

Gehzeit: Vila do Bispo – Cabo São Vicente, 19,6km, ca. 4 Std., 79 Hm

16. Tag: Rückreise

Heute endet Ihre Wanderreise in Portugal mit dem Frühstück und dem Rücktransfer mit dem Minibus oder Taxi zum Flughafen nach Faro, von dem aus Sie nach Deutschland zurückfliegen.

(Verpflegung: F = Frühstück, L = Lunchpaket, M = Mittagessen, A = Abendessen)

 

Adeus Portugal, até logo!

 

Termine & Preise

                                                                                   Teilnehmerzahl

Reisezeitraum                                      Reiseleiter            min/max            Preis                EZ-Zuschlag

auf Anfrage                                             Uwe Heitkamp             4 / 10             1.790 €                   170 €


Es besteht auch die Möglichkeit, nur die halbe Strecke mitzuwandern:

1. - 8. Tag oder 9. - 16. Tag

Für die halbe Via Algarviana (1. - 8. Tag oder 9. - 16. Tag) beträgt der Preis:    1.190 €

Enthaltene Leistungen

  • Täglicher Gepäcktransfer!
  • Insgesamt 15 Übernachtungen (DZ): 10x Pension bis 4-Sterne-Hotel (Du/WC), teilweise mit Pool, 3x einfache Pensionen (Gemeinschaftsbäder), 2x auch Mehrbettzimmer
  • 15x Frühstück, 14x Mittagessen, Lunch-Paket oder Picknick, 15x Abendessen
  • Programm-Details: 14-tägige Wanderreise (ca. 323 km), Gepäcktransfer, einzelne Etappen können ausgelassen werden, Transfer zur nächsten Unterkunft. Begegnungen mit Land & Leuten und der Flora & Fauna
  • Besichtigungen und Führungen laut Detailprogramm
  • Qualifizierte deutsche Reiseleitung
  • Infomaterial

Nicht enthaltene Leistungen

  • Anreise. Gerne sind wir Ihnen bei der Organisation behilflich
  • nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben

Generelle Hinweise

Änderungen, die den Charakter der Wanderreise Portugal nicht beeinträchtigen, sind vorbehalten.

Preisinformationen

  • Früh buchen lohnt sich! Auf jede Buchung dieser Wanderreise Portugal, die 6 Monate vor Reisebeginn eingeht, gewähren wir einen Frühbucherrabatt von 4%! Bei Buchungen, die 4 Monate vor Reisebeginn bei uns eingehen, immerhin noch 2%. Der Rabatt gilt nur für den Grundreisepreis. Zusatzleistungen wie Einzelzimmer, Visa, Zubringerflüge oder Ähnliches werden nicht berücksichtigt.
  • Höhe der Anzahlung: 20 % des Reisepreises
  • Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: 21 Tage vor Reisebeginn,
  • Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 21 Tage

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